Mit Liebe zum Kaffee

Besuch eines Kaffee-Neulings in der Dresdner Kaffeerösterei

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Sie interessieren sich für Kaffee? Dann bleiben Sie dran. Die zwei Heimatwerklerinnen  und ich waren zu Besuch bei der Dresdner Kaffeerösterei, um die Kunst und Leidenschaft um den Kaffee kennenzulernen. Für mich war das absolutes Neuland, da ich bekennender Nicht-Koffein-Trinker bin beziehungsweise allgemein eine Abneigung gegen Heißgetränke hege.

Ich bin übrigens Marike, 20 Jahre jung, und mache derzeit neben dem Studium ein Praktikum im Bereich Marketing beim Sächsischen Heimatwerk. Dieses ist sehr abwechslungsreich – man kann also glücklicherweise auch in einem Latte Art Barista-Kurs landen.

Aufgrund der baldigen Möglichkeit hier, in Ihrem Lieblingsheimatwerk, einen heißen Kaffee zu genießen, besuchten wir die Schulung. Vorerst wurde uns viel zur Benutzung und Reinigung einer riesigen professionellen Kaffeemaschine erklärt, was wohl eher für die anwesenden Angestellten der Gastronomie interessant war. Wir konnten es zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr erwarten, endlich selbst kleine Kunstwerke in den Kaffee zu zaubern. Doch vorerst mussten wir noch lernen, wie man die Kaffeebohnen mahlt beziehungsweise welche Intensität der Kaffeemühle einzustellen ist und was für eine gemahlene Menge für einen Espresso oder den klassischen Kaffee benötigt wird. An dieser Stelle ist es wohl interessant einzufügen, dass ein Kaffee deutlich mehr Koffein enthält, als der beliebte Wachmacher Espresso. Dieser ist zwar durch nur wenige Bitterstoffe sehr bekömmlich, wirkt aber nicht so aktivierend wie ein Kaffee.

Auch nach diesem eher allgemeinen Teil des Kurses kam es leider immer noch nicht dazu endlich kreativ zu werden, denn wer kleine Kreaturen oder Symbole modellieren möchte, muss erst ein mal die Philosophie des Milchaufschäumens verinnerlicht haben. Diese ist nämlich sehr wichtig, um die gewünschten Formen auch gekonnt in den Kaffee zu bringen. So standen wir also über eine Stunde an unserer zukünftigen kleinen, aber ebenso professionellen, Kaffeemaschine und versuchten uns am Aufschäumen.

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Sicherlich denken Sie nun, dass dies keine all zu große Kunst sein sollte, aber doch: Man muss leider einige Kleinigkeiten beachten, um die richtige Konsistenz, Temperatur und bloß keine Bläschen zu erhalten – denn ansonsten kann man das mit dem Bärchen oder Blättchen in der Tasse vollkommen vergessen. Nach etlichen Versuchen (übrigens nicht ausschließlich mit echter Milch, sondern auch mit Hilfe nicht-tierischer Produkte, die der Konsistenz der Kuhmilch ähneln) gelang uns auch endlich die perfekte Variation und Technik für die perfekte Milch.

Nach diesem Meilenstein stellten wir uns der Königsdisziplin des Kurses: der Kaffeemalerei oder Latte Art. Hierfür muss man eine bestimmte Handhabung beim Einschenken beherrschen, um ein Schmunzeln in das Gesicht des Kaffeetrinkers durch erfreuliches Dekor zu bringen.

Angefangen wurde ganz klassisch mit einem Herzchen, das die Oberfläche des Kaffees schmücken sollte. Sollte ist hier genau das richtige Wort. Erst nach mehreren Versuchen gelang wenigen von uns ein ansehnliches Herz. Vorher waren es eher Birnen, Äpfel oder einfach…künstlerische Freiheit?

Jedenfalls verfügt das Heimatwerk-Team nun über sehenswerte Latte Art Barista-Qualitäten und kann berauschende Kaffees mit Herzchen, Blättern oder gar ganz kuriosen Milchträumen für Sie anrichten.

Abschließend lässt sich für mich nur noch sagen, dass die liebevolle Zubereitung eines Kaffees definitiv eine Kunst für sich ist. Trotz meiner persönlichen Abneigung in Bezug auf Kaffee, habe ich durch den Kurs eine Liebe zum beliebten Genussmittel entwickeln können und wer weiß – vielleicht entdecke ich auch noch in geschmacklicher Hinsicht eine Vorliebe, wenn mich täglich der einzigartige Geruch guten Kaffees durchs Heimatwerk verfolgt.

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