DIE NEUEN RÄTHGLOBEN – Handkaschiert in Leipzig seit 1917!

Wir schreiben das Jahr 1917 als in der Handelshauptstadt Leipzig Herr Räth seine Firma zur „Globalisierung“ der anderen Art begründet. Für den Visionär hatte Bildung eine starke Verbindung zu Bildern. Ein fast vergessenes Handwerk, das heute immer mehr an Bedeutung verliert. Doch der Charme der handkaschierten Weltkugeln kann auch mit modernster Technik nicht ersetzt werden. Wie viel Liebe und Kunstfertigkeit in jedes einzelne Weltbild einfließen, das durften wir im Unternehmen mit eigenen Augen bestaunen. Doch dazu gleich mehr.

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Bevor es in die Fertigung geht, möchten wir Ihr Augenmerk noch kurz auf ein paar besondere Novitäten aus Leipzig lenken. Hier die neuen Tischgloben, die mit dem exklusiven Antikdesign des NATIONAL GEOGRAFIC frisch das Licht der Welt erblickt haben. Auch neue Standgloben gibt es ab sofort im Sortiment, deren Verarbeitung und Kartografien wir sehr gelungen finden!

Und übrigens, wussten Sie, dass Atlanten wie auch die Globen als Bücher gehandelt werden? Jeder Globus trägt eine eigene ISBN Nummer, stammt aus einem Globen-Verlagshaus und unterliegt der Buchpreisbindung.

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Heute gibt es in Deutschland nur noch zwei Betriebe, die handkaschierte Globen fertigen. Man erkennt sie sofort an den feinen Linien der Längengrade. Diese werden in einzelnen Segmenten von Hand ajustiert. Immer 12 Segmente schneidet Frau Unglaube dafür aus, bringt sie auf der Kugel auf und schneidet letztlich jede Linie mit einer kleinen Schere nach. Am liebsten beginnt sie bei Hawaii und geht von dort aus in 12 Schritten um die Welt. Ob sie dort wohl selbst schon einmal gewesen ist?!

Liebevoll, Schritt für Schritt und Schnitt für Schnitt, sehen wir ihr bei der Fertigung des runden Kunstwerkes zu. Nur die Breite von ein bis zwei Millimetern zeigt letztlich die kleine Überlappung und jede Linie, jeder Grenzübergang sitzt perfekt. Ich fühle mich leicht an ein Puzzlespiel für Fortgeschrittene erinnert. Jetzt müssen die Kugeln noch trocknen (sie kommen übrigens direkt aus dem Nachbarort Oederan). Circa eine Stunde haben die geübten Hände gebraucht, um diese eine Welt entstehen zu lassen. Aber immerhin fertigt die Dame diese Raritäten in Leipzig bereits seit über 41 Jahren.

Sie ist die Letzte im Unternehmen, die dieses Handwerk noch beherrscht, eine der letzten ihrer Art! Eine Rarität für sich selbst im Zeitalter des digitalen Direktdrucks. Wir sind ehrfurchtsvoll berührt und wissen, ein Globus wird für uns nie wieder nur irgendeine Kugel sein!

Interessiert? Hier geht es zu den besonderen Globen!

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