40 Jahre Aschenbrödel

3×3 märchenhafte Fakten zum runden Geburtstag

Kein Film verzaubert uns so sehr wie der Märchenklassiker
„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. 2015 feiert das Aschenbrödel sein
40-jähriges Fernsehjubiläum – und lockt noch immer hunderttausende Fans vor die
Bildschirme. Durch zeitlose Themen wie Liebe, Freundschaft und Romantik verliert das deutsch-tschechische Märchen auch in der heutigen Zeit nicht an Charme.

image

Aschenbrödel im berühmten Zauber-Hochzeitskleid auf dem Pferd (© Jaromir Komárek / ICESTORM)

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ basiert auf dem
gleichnamigen Märchen von Bozena Nemcova und ist eine Variation des Aschenputtels der Gebrüder Grimm: Ein fröhliches und hilfsbereites Mädchen wird von seiner Stiefmutter und Stieftochter terrorisiert, aber mit ihrem Charme und drei verzauberten Haselnüssen bringt sie eines Tages einen ansehnlichen Prinzen dazu, sich in sie zu verlieben und sie zu heiraten.

Die Verfilmung kam 1973 in der Tschechoslowakei in die
Kinos, ein Jahr später in der DDR und BRD und am 26. Dezember 1975 wurde sie
erstmals im westdeutschen Fernsehen ausgestrahlt – in der ARD. Seitdem ist das
Aschenbrödel ein fester Bestandteil der Weihnachtsprogramme der
öffentlich-rechtlichen Sender. Libuse Safrankova als Aschenbrödel und Pavel
Travnicek als junger Prinz ziehen die Zuschauer immer in ihren Bann, egal in
welcher Generation.

image

“Darf ich bitten?” In der Ausstellung auf Schloss Moritzburg können neben der nachgestellten Ballszene auch die echten Kostüme bewundert werden (© Schlösserland Sachsen)

Gedreht wurde „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ unter
anderem in den Ateliers der Babelsberger DEFA-Filmstudios und rund um das
malerische Schloss Moritzburg nördlich von Dresden. Aus über 20 Vorschlägen
hatte Regisseur Vaclav Vorlicek das ehemalige Jagdschloss von August dem
Starken ausgewählt.

Noch bis zum 28. Februar 2016 können die Märchenfans im
Schloss Moritzburg auf Aschenbrödels Spuren wandern. Die dortige Ausstellung
inszeniert ein lebendiges Stück Filmgeschichte mit originalen Filmkostümen und
nachgebauten Kulissen sowie Installationen, Mitmachstationen für Kinder und
vielen weiteren Highlights.

image

Aschenbrödels Schuh wurde auf der Moritzburger Treppe verewigt – heute eine beliebte Anlaufstelle für Heiratsanträge

Damit Sie beim nächsten Aschenbrödel-Filmabend mit Ihrem
Aschenbrödel-Wissen glänzen können, haben wir für Sie 3×3 Fakten
zusammengetragen, die nur echte Fans des Kultmärchens wissen:

1.
Die Szene, in der Kleinröschen den Prinzen
hochhebt und durch den Ballsaal trägt, war nicht mit Pavel Travnicek abgesprochen
– sein herrlich verdutzter Gesichtsausdruck ist also seine echte Reaktion. Kleinröschen ist im echten Leben übrigens die Mutter des frechen Küchenjungen.

2.
Der Film sollte ursprünglich im Sommer spielen,
aber da die DEFA-Filmstudios bereits ausgebucht waren, mussten die Dreharbeiten
im Winter stattfinden – und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wurde ein
Wintermärchen.

3.
Bei Drehstart lag auf Schloss Moritzburg noch
kein Schnee. Kunstschnee musste her, aber der erwies sich als untauglich – also
nahmen die Filmemacher furchtbar stinkendes Fischmehl.

4.
Karel Svoboda, der die zauberhafte Filmmusik
schrieb, komponierte auch die Titelmelodien der Zeichentrickserien Wickie,
Biene Maja und Pinocchio.

5.
Rolf Hoppe, der den König spielt, lebt seit
vielen Jahren in Dresden-Weißig. Er ist noch immer Prinzipal des von ihm
gegründeten Hoftheaters Dresden.

6.
Aschenbrödels treuer Schimmel Nikolaus wurde von
einem deutschen und einem tschechischen Pferd gespielt, Kalif und Ibrahim. Da
in Tschechien die Maul- und Klauenseuche herrschte, durfte Ibrahim aus
Sicherheitsgründen nicht nach Moritzburg mit. Kalif erkennen Sie im Film an der
weißen Schnauze.

7.
Libuse Safrankova und Pavel Travnicek spielten
1982 in dem Märchenfilm „Der dritte Prinz“ noch einmal ein Paar.

8.
Ulrich Junghanns, späterer Wirtschaftsminister
von Brandenburg, aber damals Pferdewirtlehrling, war eines der Reit-Doubles für
den Prinzen, der selbst nicht reiten konnte.

9.
Da der Drehbuchautor Frantisek Pavlicek ein
Regierungskritiker war, durfte er nach 1970 nicht mehr kulturell arbeiten. Er
schrieb dennoch das Drehbuch für „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“,
veröffentlichte es aber unter dem Namen der Dramaturgin Bohumila Zelenkova.

image

Lässt jedes Mädchen-Herz höher schlagen: die Prinzessinnen-Box (© ICESTORM)

Unser Geheimtipp: Für alle Fans von Aschenbrödel, die nicht
nur den Film schauen, sondern tiefer in Aschenbrödels Welt eintauchen wollen,
gibt es beim neuen Film-Erlebnis-Shop spondo.de
die exklusive Prinzessinnen-Box
– ein zauberhaftes Weihnachtsgeschenk für Tochter, Nichte und Enkelin. Sie
enthält:

·
Aschenbrödel-Prinzessinnen-Kleid
für Kinder von 4-10 Jahren (Made in Germany)

·
Silbernes Diadem mit glitzernden Steinen aus
Strass

·
Film auf DVD als Sonderedition im edlen DigiPak

·
Original-Hörspiel auf CD (Weltpremiere: bisher
unveröffentlicht!)

Written By
More from Maria

„Glaubt an eure Ideen!“ – 5 Jahre Paulsberg

Paulsberg: ein Studio, in dem nicht nur außergewöhnliche Möbel oder Wandverkleidungen aus...
Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.